Denkanstoß

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schottische hochlandrinderVor einiger Zeit bin ich auf einen Artikel mit dem unglaublich reißerischen Titel (für meinen Geschmack) „Verursachen Vegetarier mehr Blutvergießen als Fleischesser?“ gestoßen. Nach dem Lesen war ich interessiert und amüsiert, das verflog dann allerdings schnell wieder, als ich mich der Masse von Kommentaren widmete – dass allein dieser Titel einen Shitstorm lostreten würde, überraschte mich nicht.

Was ich gut fand, war das Fazit:

„Die beste und, wie ich meine, einzig richtige Antwort auf die Frage, wie wir alle uns ernähren sollten ist: Gar nicht. Eine pauschale, globale Lösung kann es nicht geben und es hat sie nie gegeben. (…)
Stattdessen sollte jeder einzelne für sich und seine Situation ermitteln, was das beste für ihn und seine direkte Umwelt ist. Regionale, saisonale Lebensmittel sind dabei ein wichtiges Stichwort. Wer die Welt verbessern möchte, sollte vor der eigenen Haustür anfangen.“

Weiterlesen bei Urgeschmack: http://www.urgeschmack.de/verursachen-vegetarier-mehr-blutvergiessen-als-fleischesser/

Das ist eine ziemlich entspannte Haltung zu einem derart hochemotionalen Thema. Und nein, auch wenn das ein allgemeines Fazit ist, verallgemeinert der Artikel nicht, im Gegenteil, er ruft zu einer kritischen, regionalen Betrachtungsweise der eigenen Lebens- und Esssituation auf.

Und da auf urgeschmack.de, dieser insgesamt überaus umfangreichen Seite, eine Unmenge an Detailwissen niedergelegt und verlinkt ist, habe ich sie unter meine Informationsgrundlagen aufgenommen.

 

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Wasser, Wasser, Wasser

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Dass mensch, wenn es heiß ist, irgendwie ständig zur Pulle neigt, ist ja irgendwie nicht verwunderlich. Man schwitzt mehr, also wird auch das Bedürfnis größer, wieder Flüssigkeit zuzuführen.

Aber wieviel ist eigentlich normal?

Wasserkaraffe - stilles Wasser - EssmuffelinIch war nie die große Trinkerin, und ich habe schon länger den Verdacht, dass diese gefühlten anderthalb Liter, die ich im Schnitt tagsüber maximal trinke, erheblich zu wenig sind. Durstgefühl? Nada.

Nun folge ich auf Facebook Stefano Vicinoadio, und als der neulich erklärt hat, jetzt, wo er gezielt und heftig Sport zu treiben beginnt (mit Coach und nach Abstimmung mit seinen Ärzten, immerhin war er fast tot) 6-8 Liter pro Tag trinken zu wollen, hat das in einem Ausmaß in der Fangemeinde besorgte Wellen geschlagen, dass er ziemlich angep…t war. Stefano ist ein großer, breiter Kerl mit einem momentanen Kampfgewicht von 136 kg (oder schon drunter). Sechs Liter pro Tag wären bei dem eine Flüssigkeitsaufnahme von etwa 45 ml/kg Körpergewicht. Acht Liter entsprächen knapp 60 ml/kg.

Auf der Suche nach empfohlenen Werten bin ich ziemlich bald bei der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.) gelandet, ich glaube, da kommen die meisten Zahlen, die zitiert werden, ursprünglich her. Wenn man sich die dort veröffentlichten Daten ansieht (hier und hier) kommt man für Erwachsene auf 30-35 ml/kg Wasseraufnahme durch Getränke und feste Nahrung. Demnach sollte Herr und Frau 75-kg-Mustermann pro Tag ca. 2,6 Liter Flüssigkeit aufnehmen und Stefano 4,75 Liter. Ohne Sport und alles.

Ich war auch verunsichert, ob acht Liter (schon eine Hausnummer!) nicht zuviel sind und ob der Körper das abkann. Ja, kann er. Der gesunde Körper (keine Nierenprobleme, keine Herzinsuffizienz) kann bis zu zehn Liter pro Tag ab. Wichtig ist, über den Tag verteilt gleichmäßig zu trinken, denn der Darm (der das Wasser aufnimmt, nicht der Magen) verträgt pro Stunde 500-800 ml.

Den Vogel abgeschossen hat mal wieder Hans-Georg vom Zaubertrank Hamburg, der für bis zu 60 ml Flüssigkeit pro kg Körpergewicht plädiert. Das bedeutet für Herrn und Frau Mustermann 4,5 Liter pro Tag. Wenn man jetzt diese Menge trinken will, macht Hans-Georg eine ganz einfache Rechnung auf. Wer acht Stunden pro Nacht schläft, ist 16 Stunden wach. Also: 4,5 l / 16, macht 280 ml pro Stunde. Das sei ein großes Glas Wasser pro Stunde, und das könne mensch ja wohl schaffen. Und dann kam der Satz, bei dem es bei mir „klick“ gemacht hat: „Genauso, wie ein Automotor ölgelagert ist, ist der menschliche Körper wassergelagert.“

Fazit: Heißt für mich, es ist besser, den Körper nicht dicht an dem absoluten Minimum Flüssigkeit zu fahren, was ich zweifellos lange Zeit gemacht habe, nach dem Motto „Was rausgeht, muss auch wieder rein, aber auch nicht mehr“. Ich habe angefangen, erheblich mehr zu trinken, und lebe jetzt nach der 1-Glas-pro-Stunde-Methode. Es fällt mir nicht leicht, aber ich habe schon am ersten Tag das Gefühl gehabt, dass es mir sehr gut tut, auch darüber war ich überaus erstaunt. Mal sehen, was kommt.

Zum Schluss die obligatorische medizinische Warnung: bitte nicht unkritisch einfach nachmachen, ich übernehme keinerlei Verantwortung, wenn etwas, was mir guttut, bei euch böse in die Grütze geht. Das gilt in diesem Fall besonders dann, wenn ihr auch nur den leisesten Verdacht habt, dass ihr Nierenprobleme habt (bzw. in irgendeiner Form chronisch krank seid), dann befragt den Arzt eures Vertrauens! Also vorher den Verstand einschalten und/oder den Arzt, Apotheker oder die Großmutter befragen – was ich nämlich alles nicht bin.

Hühner und Gen-Food

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Ich bin sauer. Nicht deswegen, weil McD jetzt wieder gentechnisch veränderte Futtermittel erlaubt (das juckt mich nicht sonderlich) sondern wegen des letzten Absatzes in diesem Artikel zum Thema aus der „Zeit“:

Bereits Mitte Februar hatten die deutschen Geflügelproduzenten angekündigt, nach 14 Jahren wieder gentechnisch verändertes Soja zu verfüttern. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) begründete dies ebenfalls damit, dass nicht ausreichend gentechnikfreie Futtermittel verfügbar seien.

Hatte ich nicht mitbekommen. Das heißt nämlich, dass ab sofort, bei jeglichen Produkten, die man so im Supermarkt kauft, in denen Huhn enthalten ist, besagtes Huhn wieder mit Gen-Soja gefüttert worden sein kann. Nicht nur bei McD, wo ich sowieso nicht esse. Wird auch so sein, wenn es billiger ist. Was erfahren wir Verbraucher davon? Nichts. Es ist nämlich nicht kennzeichnungspflichtig, erklärt mir der „Focus“.

‚Lebensmittel, die aus Tieren hergestellt werden, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, müssen nicht als gentechnisch verändert gekennzeichnet sein‘, erklärt Nina Banspach, Pressesprecherin des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Das heißt, das gilt nicht nur für Hühner, das gilt für alle tierischen Produkte. Heißt also, mein Satz von oben gilt für alles Tierische. Das ist … heftig. Und mich, mit meinem neu erwachten Bewusstsein ;-), macht DAS sauer.

Nein, ich glaube nicht, dass ich sofort und auf der Stelle an genmanipuliertem Soja sterbe. Aber ich möchte bitteschön wenigstens wissen, auf welchem (Um-)Weg DAS in mein Essen und damit meinen Körper darf. Da bin ich eigen.

 

 

Fastenbrechen – Ostergrüße!

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Tulpe - EssmuffelinOsternacht. Nach dem Gottesdienst mit zum nächtlichen Buffet gegangen, eine schöne Einrichtung in unserer Gemeinde, wo dann jede/r einen Happen essen/trinken kann und jede/r jeder/jedem frohe Ostern wünscht. Was mich in diesem Moment aber viel mehr interessierte, war die Aussicht auf Fleisch in Form von Fleischbällchen und irgendwelchen Spießchen (mit Ananas dazwischen, ich glaube, Schwein, bin aber nicht ganz sicher), hergestellt vom Koch meines Vertrauens und die zugehörigen Bratkartoffeln, die erstmals seit 7 Wochen auch wieder Speck enthalten durften.

Das Ergebnis hat mich überrascht. Es roch wahnsinnig gut, mir lief das Wasser im Mund zusammen, ich freute mich richtig. Die Bratkartoffeln waren sehr okay (aber mit kaum Speck), das Spießchen so lala und in den Fleischklößchen irgendein Gewürz, das mir unangenehm auffiel. Kurz: es roch wesentlich besser, als es schmeckte. Sehr merkwürdig. Bin mal gespannt, ob sich die Erfahrung wiederholt. Was für ein Fest dagegen heute Morgen mein Biobrot, freilaufendes Ei und der Bio-Käse … von der selbst gemachten Johannisbeer-Konfitüre ganz zu schweigen.

 

 

Sterne wie Sand am Meer – wovon gibt es mehr?

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Mond EssmuffelinDas war heute die „Frage des Tages“ auf GEO.de. Eine Frage, bei der es um zugegeben aberwitzige Zahlen geht: gibt es mehr Sterne oder mehr Sandkörner?
Noch aberwitziger finde ich, dass es darauf eine Antwort gibt.

Frage und Antwort gibt es hier.

Sollte mir irgendwer sagen können, wie man zu dieser Zahl kommt, würde mich die Quelle interessieren.

 

 

Vegan ist nicht gleich gesund

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Heute gefunden: ein Artikel in der Süddeutschen. Da hat die Hamburger Verbraucherzentrale vegetarische/vegane Produkte getestet und unerfreut (aber detailliert) festgestellt, dass bei veganen Produkten nicht alles Gold ist, was glänzt. „Die Verbraucherschützer haben 20 vegane Lebensmittel – vor allem Tofuwürstchen, Käsealternativen und Sojagetränke – getestet. Nur bei zwei Produkten hatten sie kaum etwas zu bemängeln.“

Welche Überraschung (sagt mein innerer Zyniker), aber dennoch, wie schade. Ich bin ernährungstechnisch ja nun nicht auf „Tofuwürstchen, Käsealternativen und Sojagetränke“ angewiesen, aber mir scheint, dass man auch und gerade als Veganer wirklich am allerbesten mit einem ziemlich strikten Do-it-yourself fährt. Die Existenz von veganem „Convenience Food“ hatte ich jedenfalls weitgehend ausgeblendet.

Biochemie-Food-Basics nett verpackt: ein Quiz auf Spiegel Online

 

Fenchel trifft Fisch

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Da ich mich seit inzwischen einigen Wochen fleischlos ernähre, gibt es bei mir relativ häufig Fisch, wie euch ja schon aufgefallen sein dürfte. Auch dies hier ist keine Ausnahme, und, was gut ist für Kochmuffel wie mich, es ist wirklich easy.

Fenchel - Fisch - Dill - EssmuffelinMan nehme Fenchel, putze und schnippele ihn und dünste ihn in Brühe knackig bis weich. Ich würze schon in dieser Phase mit meiner heißgeliebten Allzweckwaffe „Scharfe Elli“. Parallel lasse ich den Fisch in Salzwasser mit Zitrone durchziehen. Ich habe jetzt schon zweimal Lachs genommen, wenn in meinem Gefrierfach genug Platz ist, kommt da aber so ein großer Beutel Kabeljau oder so für diese Zwecke hinein.
Wenn der Fisch freiwillig zerfällt (was, Achtung, nicht lange dauert), kommt er zum Fenchel und darf dort mit dem gehackten Fenchelgrün und ziemlich viel Dill (ich liebe Dill) noch ein bisschen mitdünsten. Ich nehme pro Fenchelknolle ca. 1/4 l Brühe und habe immer zu wenig – denn eigentlich stand in dem Originalrezept mal „Suppe“. Nun bin ich kein Fan von klaren Suppen. Okay, ich teste weiter, was die Flüssigkeitsmenge angeht. Das Ergebnis schmeckt auf jeden Fall hervorragend.

Was ich allerdings gebrauchen könnte, ist ein Tipp für eine gute vegetarische Gemüsebrühe. Eine Freundin hat mir was von ihrer Großpackung WELA-Gemüsebrühe abgegeben, und ich werde nicht so wirklich Fan davon.

Was ich hingegen neu habe, ist ein Brotaufstrich aus Curry, Mango und Papaya („Papayango“ von Zwergenwiese, Bioladen)! Yummy! Im Moment gibts den auf Oliven-Ciabatta, und diese Kombi ist echt eine Ess-Sünde wert.

Feldsalat mit Champignons und Zucchini

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Feldsalat - Zucchini - Champignons - Mozzarella - EssmuffelinIch habe immer noch keine besondere Beziehung zu Salat, aber … Heute bin ich dem Rat von Franka gefolgt („etwas in der Pfanne weich Gedünstetes noch warm auf Salat“). Weich gedünstet wurden Champignons und Zucchini, als Salat habe ich wieder zu Feldsalat gegriffen und, weil sie mir die Hände fiel, auch noch eine Kugel Mozzarella integriert. Gewürzt habe ich wohl ein bisschen abenteuerlich mit Olivenöl und Honigweinessig vom Zaubertrank Hamburg (SO was Leckeres!) sowie Salz, Pfeffer und meiner Lieblingsgewürzmischung für Salat/Dips, genannt „Scharfe Elli“ vom Bremer Gewürzhandel. Dazu Oliven-Ciabatta.
Yummy!

Aufgefallen ist mir, dass der Feldsalat, den ich im Bioladen kaufe, stärkere und größere Einzelpflanzen hat (gibts lose), während der aus dem Supermarkt in Plastik daherkommt und von recht großen Einzelpflanzen bis hin zu sehr kleinen Pflänzchen alles dabei hat. Schmeckt insgesamt zarter, dauert aber mindestens doppelt so lange zu putzen. Vermute, dass das was mit Winter und Anbau zu tun hat und werde das im Auge behalten.

Gegen den Salat-Frust! Feldsalat mit Fisch

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Die Essmuffelin ist ein bekennender Salatmuffel. Der Inbegriff der Langeweile heißt für mich Kopfsalat, knapp gefolgt von Gurkensalat. Nun habe ich ja, wie erwähnt, eine Menge guter Vorsätze, und mein Verhältnis zu Salat zu verbessern, gehört unbedingt dazu.

Die erste Alternative heißt: Feldsalat! Der schmeckt wenigstens nach was! Okay, man muss ihn gut waschen, und das Putzen kann schon mal bisschen dauern. Aber dann – also, ich bin echt begeistert.

_IMG_20140316_184943_salat_1_600Hier kommt also meine Basic-Variante zum Thema, nämlich Feldsalat mit Fisch. Feldsalat schmeckt (mir) gut zu Fisch, besonders Räucherfisch, und den kaufe ich bevorzugt bei den Hamburger Fischköppen, wo es auch prima Mittagstisch gibt. Thunfisch geht auch, kommt bei mir dann aus der Dose. Was immer rein muss, sind Tomaten, und, wenn ich habe, Mozzarella. Salz, Pfeffer, Essig (ja, ein Thema für sich) oder Zitrone und Olivenöl (noch ein Thema für sich), je nach Lust Kräuter und/oder Gewürze. Noch habe ich keinen Kräutergarten auf der Fensterbank, aber das kann ja noch kommen.

Das Allerwichtigste (und Schwerste :-)) ist dann, zu warten, bis alles bisschen durchgezogen ist. Ja, es darf bei mir matschen. Ja, das ist ein Hauptgericht, bei mir gibt es höchstens noch bisschen Ciabatta dazu.

Wie bereitet ihr Feldsalat zu?

Morgenmüsli mit Amaranth

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Amaranth ist lecker. Okay, wat de Buer nich kennt, dat frett he nich, also war ich erst mal höflich zurückhaltend, als mir eine Freundin davon vorschwärmte, wie sehr Amaranth seit neuestem ihr Frühstück bereichern würde. Sie hat letztes Jahr ein paar Monate vegan gelebt (Attila Hildmann: „Vegan for Fit“ , genau) und eine Menge lustiger Dinge ausprobiert.

Müsli mit Amaranth und Sauerkirschen und Joghurt

Meine Morgenmüslis sind immer selbst zusammengestellt und oft recht simpel. Abwechslung ist da schon gern gesehen. Irgendwann stand ich im Laden vor gepopptem Amaranth und dachte: nimms mal mit.

Was soll ich sagen: ich mochte schon den nussigen Geruch. Gewöhnungsbedürftig finde ich, dass es sehr fluffig ist, aber ich schmeiß ja noch mehr rein. Heute waren es eine Banane, Sauerkirschen, Haferkleie und ein Mangojoghurt, der noch im Kühlschrank vor sich hin siechte. Kein extra Zucker oder Honig, die SauKis sind aus dem Glas, da ist Zucker genug dran. Normalerweise ist der Joghurt sogar Naturjoghurt, aber im Sinne der Resteverwertung … (Gretchenfrage: wie haltet ihr es mit abgelaufenen Joghurts? Ich verlasse mich eigentlich darauf, dass ich schon mitbekomme, ob die noch okay sind oder nicht (ich rede von ungeöffneten und immer gekühlten Sachen), aber ich kenne Leute, die alles, was zwei Tage über das MHD ist, wegschmeißen.)

Wünsch euch was!